Jena – Die Wissenschaftsstadt in Thüringen
24. Juni 2010Jena ist eine Großstadt und Universitätsstadt in Thüringen. Sie befindet sich an der Saale zwischen Muschelkalk-Hängen der Ilm-Saale-Platte. Die kreisfreie Stadt ist nach der Landeshauptstadt Erfurt die zweitgrößte in Thüringen und eines der drei Oberzentren des Freistaats.
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ist mit über 20.000 Studenten die größte Universität von Thüringen und wurde 1558 gegründet. Jena begann sich überdies einhergehend mit dem Bau der Saalbahn im Jahre 1874 zu einer Industriestadt zu entwickeln. Sie ist ein Zentrum der deutschen Feinmechanik- und Optikindustrie mit dem Unternehmen von Carl Zeiss im Mittelpunkt. Carl Zeiss mit ungefähr 60.000 Mitarbeitern war seinerzeit das größte DDR-Kombinat. Nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990 wandelte sich Jena vom Industrie- zum Wissenschafts- und Bildungszentrum. Heute haben hier viele Institute und Forschungslabors ihren Sitz. Das 133 Meter hohe Hochhaus JenTower ist das zweithöchste der neuen Bundesländer. 2007 zeichnete der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft Jena mit dem Titel „Stadt der Wissenschaft des Jahres 2008“ aus. Jena wirbt für sich deshalb mit dem Namen „Jena. Lichtstadt“.
Im Jahr 1975 überstieg die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000. Dadurch wurde sie zur Großstadt. 1988 erreichte die Zahl der Einwohner mit 108.010 ihren Höchststand. Seit der Wende blieb die Bevölkerungszahl von Jena – im Unterschied zu zahlreichen anderen ostdeutschen Städten – recht stabil und schwankt um 100.000. Das liegt auch an den Studenten, die ihren Hauptwohnsitz während des Studiums in Jena anmelden. 2007 belief sich die Amtliche Einwohnerzahl der Stadt nach Fortschreibung des Thüringer Landesamtes für Statistik 102.403. Dabei berücksichtigte man nur Hauptwohnsitze und glich die Zahlen mit den anderen Landesämtern ab.
Wer ein Freund klassischer Musik ist, kann sich im Thüringen-Urlaub an den Darbietungen der Jenaer Philharmonie erfreuen. Sie wurde im Jahre 1934 als Konzertorchester gegründet und 1969 auf ihre heutige Größe erweitert. Zu ihr zählen auch die Chöre Philharmonischer Chor, Knabenchor und Madrigalkreis.