Jena – Die Wissenschaftsstadt in Thüringen
Jena ist die zweitgrößte kreisfreie Stadt in Thüringen nach der Hauptstadt Erfurt und mit der Friedrich-Schiller-Universität bereits seit mehr als 500 Jahren Universitätsstadt. Fast 105.000 Menschen leben hier. Die wichtige 100.000 Einwohnergrenze konnte Jena bereits im Jahr 1975 überschritten. Eine Bevölkerungszahl von mehr als 108.000 Menschen im Jahr 1988 stellt das bisherige Maximum dar. Nach der Wende ging auch in Jena die Zahl der Einwohner zurück, wenn auch nicht so stark wie in anderen ostdeutschen Regionen. Durch Eingemeindungen und den Ausbau der Universität konnte die Einwohnerzahl stets bei etwa 100.000 gehalten werden.
Jena liegt am Fluss Saale, die aus Bayern bzw. Franken kommend, Thüringen zur Elbe hin durchfließt. Durch die Kessellage im Tal der Saale und den Kalksteinbergen in der Umgebung ist es in Jena im Jahresschnitt etwas wärmer als in der Umgebung. Die Region wird daher auch als Thüringer Toskana bezeichnet.
Prägend für Jena ist die Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie existiert seit 1558 gegründet, heute studieren hier rund 20.000 Studenten. Beginnend mit dem Bau der Saalbahn 1874 begann sich auch Jena zu einer Industriestadt zu entwickeln. Wichtigster Industriebetrieb ist das Unternehmen Carl Zeiss. Darum haben sich weitere Firmen aus der Feinmechanik- und Optikbranche angesiedelt. Zu DDR-Zeiten war Carl Zeiss mit ungefähr 60.000 Mitarbeitern größtes Kombinat des Landes. Nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990 fanden in Jena viele Institute und Forschungslabors ihren Standort. Die Stadt ist heute wichtiges Bildungs- und Wissenschaftszentrum. Das 133 Meter hohe Hochhaus JenTower stammt noch aus DDR-Zeiten und ist das zweithöchste Hochhaus in den neuen Bundesländer. 2007 zeichnete der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft Jena mit dem Titel „Stadt der Wissenschaft des Jahres 2008“ aus. Jena wirbt für sich deshalb mit „Jena. Lichtstadt“.
Wer ein Freund klassischer Musik ist, kann sich im Thüringen-Urlaub an den Darbietungen der Jenaer Philharmonie erfreuen. Sie wurde im Jahre 1934 als Konzertorchester gegründet und 1969 erweitert auf die jetzige Größe. Zu ihr zählen auch die Chöre Philharmonischer Chor, Knabenchor und Madrigalkreis.