Thüringen ist das zentralste Bundesland, zu dem die Bezirke Erfurt, Gera und Suhl und einige weitere angrenzende Gebiete gehören.
Der heutige Freistaat wurde ursprünglich von Kelten und Germanenstämmen besiedelt und setzte sich schließlich zum Königreich Thüringen zusammen. 900 n.Chr. wurde Thüringen durch Heinrich der Vorherrschaft Sachsens unterworfen. Von besonderer Bedeutung war die Herrschaft der Ludowinger, unter denen Thüringen zur Landgrafschaft wurde. Der wohl bekannteste Teil der Geschichte des Landes ist mit dem Aufenthalt Martin Luthers auf der Wartburg, wo er das Neue Testament ins Deutsche übersetzte, in Verbindung zu setzen.
1990 wird Thüringen neu gegliedert, nachdem es sich 19451952, innerhalb der Sowjetischen Besatzungszone, aus dem Land Thüringen von 1920 (ohne Allstedt und Ostheim) und Erfurt und Schmalkalden zusammensetzte.
Thüringen hat vieles an Sehenswürdigkeiten zu bieten und wird vor allem von Kunst-und Kulturliebhabern sehr geschätzt. Weimar und Eisenach wurden in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen und die zahlreichen Schlösser, wie zum Beispiel das Weimarer Stadtschloss, das Schloss Altenburg, Schloss Heidecksburg in Rudolstadt oder kleiner Landschlösschen in Mittelthüringen (Schloss Belvedere oder die Dornburger Schlösser bei Jena) sind für Touristen sehr interessant. Einen Besuch wert sind auch die traditionsreichen Städte mit mittelalterlichen Flair, wie Eisenach, Jena, Gotha oder Gera.
Der Thüringer Wald oder die Täler von Schwarza werden vor allem von Naturliebhabern und Wanderern gerne besucht.